SolTec

Presseberichte

 

Rhein-Neckar-Zeitung, August 2005

Selbst den Strom im Garten erzeugen

Hochmoderne Photovoltaikanlage wird abhängig von Sonnenscheindauer nachgeführt

 

Bericht von Wilhelm Bopp

Scheringen. Die stromerzeugende Anlage macht sich gut im Garten des Firmensitzes von Klaus Dietz in Scheringen, auf einem Bein ruhend, fest in der Erde verankert, ein Steinwall, der mit blühenden Blumen das Aug erfreut, versteckt die Technik. Und der besichtigende Personenkreis, an seiner Spitze Bürgermeister Bruno Stipp von Limbach, sah auch keineswegs einen Fremdkörper, der nichts im Garten zu suchen hat. Moderne Technik im Zeitalter von immer teurer werdender Energie ist gerade das, was die Region braucht, hieß es.

Firmenchef Klaus Dietz stellte den Stromerzeuger für Wiese oder Garten vor: eine Photovoltaikanlage mit einem zweiachsigen Nachführsystem, das von der Hamburger Firma Lorenz stammt. Der 90 Grad betragende Ost-West-Schwenkwinkel wird rechnergesteuert und in sechs Schritten automatisch, abhängig von der Sonnenscheindauer nachgeführt, während der 0 bis 45 Grad betragende Schwenkwinkel in der Elevation manuell eingestellt wird.

Weil im Odenwald auch der Wind zu berücksichtigen ist, so Dietz, wird bei Dunkelheit das Modulsegel automatisch in die Waagrechte geführt, um die Windangriffsfläche zu minimieren. Die Modulfläche, die aus zehn Elementen besteht, kommt auf 12,8 qm, die Leistung auf 1,75 kW/p. Durch die Nachführung kann der Jahresertrag um ein Viertel gesteigert werden, so der Fachmann, in der Sonnenscheinperiode gar um 55 von Hundert, was aber eher bei nicht netzgekoppelten „Inselanlagen“ von Bedeutung sei, schränkt er ein. Am Standort Scheringen ist ein Jahresertrag von 1860 kW prognostiziert, bei fest installierten Anlagen gleicher Größe wäre mit 1485 kW zu rechnen.

Zum Standort: die Anlage kann auf verschiedene Weise in eine Gartenanlage integriert werden. So ist die Kopplung mehrerer Anlagen möglich, insbesondere in großen Solarparks, wo diese Technik verstärkt eingesetzt wird.

Bei Messen, wie zum Beispiel der Intersolar in Freiburg, ist diese zweite, intelligente Generation von Photovoltaikanlagen zum Wahrzeichen für den Siegeszug der regenerativen Energieerzeugung gekürt worden.S o weit so gut. Auf die Frage, wie sich die Anlage amortisiert , kann die verblüffende Antwort, dass ein „normales“ Einfamilienhaus im Odenwald mit dieser Anlage etwas die Hälfte des benötigten Stroms selbst herstellen könnte. Den Preis gab Firmenchef Klaus Dietz mit 12000 Euro an, plus Installationskosten.

Foto der Anlage hier klicken

 

 

Rhein-Neckar-Zeitung, März 2007

Aus dem Wald serviert: Holzshackschnitzel

Holzhackschnitzel können beim Heizen eine Alternative zum teuren Öl sein

 

Bericht von Wilhelm Bopp

Limbach. Hackschnitzel und Pellets sind ohne Zweifel Alternativen zum teuren Öl und rücken zusehends in den Blickpunkt von Menschen, in deren Eigenheim der Ölkeller mit dem teuersten Gut des ganzen Anwesen glänzen kann. Aber die Privathaushalte bilden nur die eine Seite der potenziellen Abnehmer von Hackschnitzeln, auch etliche Kommunen haben da ein Sparmodell für sich entdeckt.

Folglich kommt es nicht von Ungefähr, dass die Volkshochschule Mosbach, in Form und Person der Außenstelle mit ihrem rührigen Bezirksleiter Klaus Brauch-Dylla sich des „Problems“ annimmt und mehrere Seminare anbietet, in denen die Vor- und Nachteile des Holzhackschnitzels erörtert wurde. Da traf es sich dieser Tage gut, dass die Firma „SolTec“ aus Limbach-Scheringen eben solch eine Hackschnitzelanlage gerade in Rittersbach in Betrieb genommen hat und Firmeninhaber Klaus Dietz bereit war für ein aufklärendes Gespräch. Mit Klaus Brauch-Dylla kamen Bürgermeister Brono Stipp und NABU-Ortsvereinsvorseitzender Georg Oppel. Der Holzplatz war voll mit Baumstämmen, Ästen und Baumkronen, die sukzessive mittels Kran der Holzschnitzelanlage zugeführt wurden und im Handumdrehen zu Kleinholz, sprich Hackschnitzeln, verarbeitet wurden. Dazu nötig ist ein Schlepper mit rund 150 PS Leistung, der mittels Zapfwelle die hinter ihm angeordnete Schredderanlage antreibt. Dass sich kein Häuslebauer diese teure Anlage kaufen muss, liegt auf der Hand. Er kann sie stundenweise mieten, unter anderem von der Scheringer Firma. Auch lassen sich Holzschnitzel fix und fertig beziehen.

In der anschliessenden Diskussion „für oder gegen“ Hackschnitzel prallten die Meinungen nicht aufeinander. Vielleicht wurde abgewogen, wenn solches Kleinholz Vorteile bringt. Zum Beispiel könnte Bürgermeister Bruno Stipp sich gut vorstellen, das Schulzentrum in Limbach mit angeschlossenem Rathaus und alter Schule, wenn die Heizungsfrage anstände, dann mit Hackschnitzeln anstatt Öl zu betreiben. Der Kommunalchef hat dabei auch den Odenwald im Blick, Jetzt werde der Wald endlich wieder etwas wert. Klein- und Großbauern, so etwas die Waldbauern in Mudau, hätten Nutzen davon. Stipp wisse zudem von seiner Nachbargemeinde, dass man dort ähnlich denke. Ökologie und Landschaft hätten durch die Holzhackschnitzel Vorteile.

Stipp denket dabei auch an seine Gemeinde, deren Fläche zur Hälfte aus Wald besteht. Das würde für die Eigner mehr Geld als bisher bringen, zumal der Forst oft nur ein Kostenfaktor gewesen sei. Natürlich müsse die Heizung auf Holzschnitzel ausgelegt sein, wenn sie das ist, wird sie in der Anschaffung teurer als eine vergleichbare mit Öl betriebene.

Ob sich’s rechnet, müsse von Fall zu Fall analysiert werden. Dass in dieser Beziehung die von der Volkshochschule Mosbach angebotenen Kurse hilfreich sind, steht für Bruno Stipp außer Frage.

Für und Wider werde in diesem Rahmen neutral abgewogen und jeder könne sich ein Bild machen, ob diese – gar nicht so neue – Art der Heizung auch auf ihn zugeschnitten wäre.

Foto meiner Hackschnitzelanlage hier klicken

 

 

 

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